Naschbär Stups
Englisch

Naschbär Stups 1

  Naschbär Stups lernt die Schokolade kennen

Es war einmal ein kleines Bärchen. Es hieß Stups und zog mit seiner Bärenmutti durch Wald und Feld. Eines Nachts wachte Stups plötzlich in der Bärenhöhle auf, weil er großen Hunger hatte. Bärchen Stups hopste zum Höhleneingang. Was war das? Vom fernen Städtchen wehte ein süßer Duft herüber. Stups schlich ganz vorsichtig schnüffelnd dem Geruch nach. Ein kleines Häuschen am Stadtrand. Unser Bärchen kletterte auf eine Bank, die vor dem Fenster stand, schaute durch das Fenster hinein und sah ein Mädchen, das in einer Schüssel mit ganz brauner Suppe rührte. Der Duft, der durch den Fensterspalt zog machte Stups ganz benommen und schwups fiel Bächen Stups von der Bank, mitten in einen Stapel leerer Blecheimer. Ganz erschrocken wollte Stups ausreißen, aber vom Fenster rief eine fröhliche Stimme: „Hallo Bärchen, du musst doch keine Angst haben. Hast wohl meine Schokolade gerochen? Komm herein und laß uns gemeinsam ein paar Leckerli machen.” Stups überlegte nicht lange und watschelte zur Tür. Das Mädchen öffnete. Stups huschte jetzt schnell hinein und quietschte ein „Will helfen!”.
Gemeinsam rührten, schüttelten, löffelten und naschten beide bis es draußen heller wurde. Auf einmal war in der Ferne lautes Bärenrufen zu hören. Da wusste Stups es ist Zeit nach Hause zu gehen. Schnell packte ihm das Mädchen eine kleine Umhängetasche, voll mit Schokoladenstäbchen und Honigplätzchen.
Stups hängte sich die Tasche um, bedankte sich höflich und rannte so schnell die Beine es hergaben zu seiner Mutti. Die wartete schon am Höhleneingang und knuffte Bärchen Stups ein bischen, weil es ja ausgerissen war.
Aber mit seiner Naschtasche ließen es sich Mutti und Stups gut gehen. Ja, es war soviel, dass sogar die Nachbarbären etwas abbekamen. Das sprach sich herum, bis alle sangen:

    „Naschbär Stups der Kleine,
      der macht ganz alleine,
      Schokoladen für die Bär’n,
      darum haben wir ihn gern.”

 

Naschbär Stups 2

 Naschbär Stups und der Honig

Leise rauscht der Wind in den Blättern des Bärchenwaldes. Die Sonne schickt ihre ersten Strahlen durch die Baumgipfel. Aus dem runden Höhleneingang unter einer alten Eiche lugt eine kleine schwarze Nase hervor. Es ist Stups. Gerade aufgewacht, muß er gleich nachsehen, was man heute so machen kann. Sssssst ... sausen ein paar Bienen mit ihren Honigtöpfchen an Stupsens Nase vorbei zum nahegelegenen Rapsfeld. „Huch! Bienen, Honig, Leckereien, das wäre doch heute was.“ denkt sich Stups und verschwindet flugs in der Höhle. Gleich darauf ist er auch schon wieder da, mit seiner roten Umhängetasche und einem kleinen Eimerchen und trabt einen kleinen Hügel hinab zur großen Buche. Hier haben die Bienen einen Bienenstock eingerichtet. Am Einflugsloch steht, die Arme in die Hüften gestützt eine grimmig blickende Wächterbiene. „Hey, was willst du denn!“ fragt sie Stups. „Könntet ihr mir bitte etwas von dem Honig abgeben. Ich möchte Honigschokoladen machen.“ rief Stups. „Bekommen wir auch welche ab?“ fragte die Biene. „Na klar, sind ja dann für alle“ antwortete Stups. Er reichte sein Eimerchen hinauf und bekam es mit schönen flüssigem Honig gefüllt zurück. Und schon geht zurück zur Höhle seiner Mutti.
Kurze Zeit später duftete es aus dem Höhleneingang lecker nach Honig und Schokolade. Mutti Stups hatte dem Kleinen gerade gezeigt, wie aus Honig, Schokolade, Butter und Sahne ein knetbarer Teig gemacht wird. Jetzt rollten beide um die Wette kleine Kugeln, die sie dann in süßem Kakaopulver wälzten.
Es wurde Mittag und die Tiere im Bärchenwald hatten sich vor der Höhle versammelt. Rehe, Eichhörnchen, Igel, sogar Grips der Dachs; alle hatten sie Beutel und Körbchen für die schönsten Honig-Trüffel von Naschbär Stups mitgebracht. Und jeder der mochte, auch die Bienen, bekamen welche ab. Da war ein Schmatzen, Schmecken und Mmmhh zu hören und alle sangen:

„Es ist so lecker und gesund,
Hier kriegt man Honig in den Mund.
Naschbär Stups der Kleine
macht Schokotrüffel ganz alleine.”

 

Naschbär Stups 3

Naschbär Stups – Einschlafgeschichte

Langsam sinkt die Sonne hinter die Baumwipfel. In einer gemütlichen Höhle kuschelt sich der kleine Naschbär in seine Schlafkuhle. „Mama? Erzählst du mir eine Einschlafgeschichte?” ruft Stups. „Na klar. Was möchtest du denn hören?” brummte die Naschbärmutti zurück. „Na, was von der Schokolade. Du weißt doch auch soviel darüber.” brummelt er zurück. „Also gut, aber dann wird geschlafen.” meint die Bärchenmutti.

 „Es war einmal ein in einem fernen Land, einem Land in dem der Quetzalvogel fliegt, ein junges Indianermädchen. Das war verliebt in einen Indianerhäuptlingssohn. Und der war verliebt in das Indianermädchen. Als beide beschlossen zu heiraten, machte sich der Häuptlingssohn auf den Weg in den Urwald, zu seiner Urgroßmutter. Die war ein kluge Frau. Als er sie fragte, wie sie die Zukunft Ihres Urenkels mit seiner zukünftigen Frau sehe, griff die Alte hinter sich in das Regal und holte einige braune Bohnen hervor. „Diese mußt du rösten, mahlen und mit Vanille und genügend Rohrzucker vermischen.”  erklärte sie. „Dann gibst du etwas Kokosmilch dazu und rührst alles gut um. Dieses Getränk wird immer eure Liebe erhalten.” Der Häuptlingssohn nahm die Bohnen und bereitete seiner Liebsten den Trank. Er nahm allerdings etwas zu wenig Rohrzucker und so rief seine Braut „Cacauatl!” nach dem Probieren, was soviel bedeutet wie ’herbes Wasser‘.  Beim nächsten Versuch klappte dann alles richtig. Sie tranken beide davon und
konnten ihr Leben lang nicht mehr von diesem Getränk lassen. Sie lebten glücklich und zufrieden, denn Sie hatten soeben die Trinkschokolade erfunden.”

„Das  war die ganze Geschichte” flüsterte brummelnd die Bärenmutti und  blickte auf Stups. Doch der schlief schon und träumte von Schokolade.

    „Ein Schokokellner, etwas tattrig,
  der brachte Trinkschokolade, etwas flattrig.
    Und Naschbär Stups, der rief ganz keck.
  Gib her! Sonst gibt’s ’nen Schokofleck”

Wird fortgesetzt

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